Verhandlung gescheitert: Es drohen Streiks an Flughäfen in Düsseldorf und Köln-Bonn

Von Marc Herriger

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Die Gewerkschaft Verdi stellte am Donnerstag im Düsseldorfer Flughafen 800 Schoko-Nikoläuse auf. Eine Aktion im Rahmen der Tarifauseinandersetzung bei den Luftsicherheitsassistenten. Droht schon bald Streik?

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Verdi Düsseldorf

Düsseldorf

Drohen nach Weihnachten Streiks am Düsseldorfer und am Köln-Bonner Flughafen? Am Mittwochabend scheiterten erneut die Tarifverhandlungen für die Beschäftigen der Securitybranche, die am Flughafen die Sicherheitskontrollen an Passagieren, Mitarbeitern und Fracht durchführen.

Die Gewerkschaft Verdi machte am Donnerstagmorgen zu Nikolaus mit einer spektakulären Aktion auf dieses Scheitern aufmerksam. 800 Schokonikoläuse wurden im Terminal B aufgestellt, danach an die Security-Mitarbeiter verteilt.

„Das Angebot der Arbeitgeber in den Verhandlungen am Mittwoch ist indiskutabel. Es liegt mit 1,8 Prozent noch unter der Inflationsrate“, erklärt Verdi-Gewerkschaftssekretär Özay Tarim.

Bald endet die „Friedenspflicht“

Am 21. und 22. Dezember steht die nächste Verhandlungsrunde an. Es ist die letzte innerhalb der sogenannten „Friedenspflicht“. In dieser Zeit der Tarifverhandlungen sind Arbeitskampfmaßnahmen untersagt.

Ist die Friedenspflicht abgelaufen allerdings nicht mehr. Deshalb könnte es schon im Januar zu ersten Arbeitskämpfen am Flughafen kommen. „Die Streikbereitschaft ist auf jeden Fall sehr hoch“, sagt Tarim.

Rund 1100 Mitarbeiter von Kötter Security und rund 550 Mitarbeiter von Klüh könnten dann streiken und für Riesen-Chaos bei den Ablfügen sorgen. Denn dann gibt es für die Fluggastkontrollen nur noch eine Notbesetzung. Stundenlange Wartezeiten oder Flugausfälle könnten die Folge sein.

Aber nicht nur in Düsseldorf könnte es Chaos geben. Auch in Köln. Dort könnten rund 1200 Mitarbeiter in den Arbeitskampf ziehen. In Köln sind gleich vier verschiedene Sicherheitsunternehmen am Flughafen aktiv. Auch dort gab es am Donnerstag die Nikolausaktion der Gewerkschaft.